Max Müller, Head of Global Public Affairs, Bayer AG

Shownotes

In dieser Episode des Frankfurter Regulierungspodcasts diskutiert Erkan Wisler mit Max Müller, Head of Global Public Affairs bei der Bayer AG, über grundlegende Fragen zur Rolle und Ausgestaltung von Regulierung.

Inhalte im Überblick:

  • Woran erkennt man wirksame Regulierung?
    Max Müller beschreibt, wie aus Unternehmenssicht regulative Maßnahmen bewertet werden, und stellt klar, dass der Zweck einer Regulierung stets differenziert betrachtet werden muss. Er geht auf das Spannungsfeld zwischen Wachstum, Schutz und Marktversagen ein.

  • Das Regulierungsproblem: Zeit und Abstimmung
    Besonders im europäischen Kontext wird die Langsamkeit von Regulierungsprozessen als zentrale Herausforderung benannt. Max Müller kritisiert die fehlende Abstimmung verschiedener Regelwerke und die daraus entstehenden unerwünschten Nebeneffekte.

  • Regulierung und Innovationsförderung
    Es wird beleuchtet, wie Regulierung Innovation fördern oder behindern kann. Im Mittelpunkt stehen dabei die Intention der Regulierung, der Umgang mit Verlustängsten und die Notwendigkeit, zwischen Schutz und Ermöglichung zu balancieren.

  • Positive Beispiele und Zielkonflikte
    Anhand konkreter Beispiele—z.B. der europäischen Refuel-EU-Gesetzgebung im Bereich alternativer Treibstoffe—zeigt Max Müller, wie technologieoffene Regulation Schutzinteressen und Entwicklung sinnvoll verbinden kann. Gleichzeitig werden gesellschaftliche Zielkonflikte zwischen Innovation, Sicherheit und Verantwortung adressiert.

  • Technologieoffenheit und Evidenzbasierung
    Die Diskussion stellt heraus, dass technologieoffene Regulierung Voraussetzung für wissenschaftsbasiertes Handeln ist. Die Erfahrungen mit Covid-19 werden als Beleg für die Leistungsfähigkeit von Wissenschaft und schnelle Umsetzung genannt.

  • Einbindung der Wissenschaft
    Kritisch wird angesprochen, dass Wissenschaft in politischen Regulierungsprozessen häufig zu spät und selektiv einbezogen wird—oft erst, wenn politische Positionen bereits feststehen.

  • Legitime Interessenvertretung und Transparenz
    Max Müller betont, dass Interessenvertretung legitim ist, sofern sie transparent erfolgt. Er fordert eine gleichwertige Transparenz von Unternehmen und NGOs, um das Vertrauen in regulatorische Prozesse zu stärken.

  • Strukturierter Austausch und Entscheidungsfindung
    Es wird auf die Notwendigkeit eines ideologiefreien und strukturieren Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit hingewiesen, um nachhaltige und tragfähige Regulierungen zu schaffen.

  • Grundsatz für gute Regulierung
    Abschließend formuliert Max Müller einen klaren Grundsatz: Die Politik soll Ziele definieren, und Wissenschaft, Unternehmen sowie Institutionen die Lösungen entwickeln. Transparenz und technologieoffene Ansätze werden als essenziell hervorgehoben.

Diese Episode bietet einen fundierten, praxisnahen Einblick in die Herausforderungen und Anforderungen moderner Regulierung aus Unternehmensperspektive und spricht insbesondere Fachleute aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und Industrie an.. Irrtümer vorbehalten

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